Nervenkitzel mit Jörg

Wir haben es wieder gewagt: Ein Dummyseminar mit Jörg Brach. Und es war ein ganz schöner Nervenkitzel: Für uns (wird Dash wohl durchhalten, wird sie wieder lahmen…) und für Dash (Walk-Up, Dummy-Launcher, massive Wildspuren und zwei flüchtende Hasen).

Fazit: Dash hat es gesund überstanden und sie hat toll gearbeitet. Wir sind zu einem echten Team zusammen gewachsen und die Arbeit macht uns beiden einfach nur extrem viel Spass. Seit dem Dash aus Ihrer Scheinträchtigkeit raus ist, klappt auch das Einweisen super. Herz, was willst Du mehr. Ich kenne ihre Schwachstellen (z.B. die Soundcard und das Thema alte Fallstellen) und Dash sicher meine (Herrgott Herrchen: Das Mark liegt da! Wo willst Du mich denn hinschicken. Lass mich mal machen).

Die Bilder zum Seminar gibt es hier:

Dummyseminar mit Jörg

Aufgabenbeschreibungen gibt´s auch.

“Guten Morgen. Wir fangen dann mal mit einem Walk-Up an.”

So ging der Tag los, zu dem sich 4 Gespanne eingefunden hatten, die Jörg netter weise mit 2 seiner Hunde auffüllte. Hatte ich was missverstanden? War ich auf einem Mock-Trail Seminar gelandet? Hatte er schlecht geschlafen, odas was? Solche Fragen gingen mit durch den Kopf. Also gleich mal ran an die Buletten, keine halbe Sachen. Wenigstens ohne Launcher, sondern nur mit normaler Pistole. Man muss auch die kleinen Lichtblicke erkennen, um Mut zu schöpfen.

Das Gelände war ein abgemähter Maisacker, der nach links von einem ca. 30m breiten Streifen mit Alt-Wiesenbewuchs (natürlich auch Diesteln), begrenzt war.

Während die Line mittig des Ackers lief, hielt sich Jörg erst am Rand zur begrenzenden Wiese auf, in die die Marks nach Schuss fielen. Es arbeitete immer der von der Wiese entfernte äussere Hund. Nach dem das Mark gearbeitet war, rückten die Gespanne auf und die Line ging weiter.

Für den Rückweg fielen die Marks dann auf den Acker, was ungleich schwerer war wie wir feststellten (keinerlei Anhaltspunkte für die Handler), was die Hunde allerdings mal gleich gar nicht störte, wenn man sie denn arbeiten lies.

So sah das in etwa aus:

001_walk_up_mit_hintergrund

Als nächstes lief die Line dann in der Wiese. Jörg war auf dem Acker und beschoss ein Blind, das er ca. 3-5 m vorher auf seiner Höhe fallen gelassen hatte. Hier arbeitete ebenfalls immer der äussere Hund. Nach Wechsel der Positionen lief die Line weiter.

002_walk_up_aufs_feld

Am Ende angekommen wurde auf der Wiese ein Drive veranstaltet, während die Gespanne auf dem Acker warteten. Die Line entfernte sich vom Gebiet des Drives und es fielen Marks vor die Line oder ein Behind erschalte und das Gebiet wurde von Jörg beschossen. Dieser Walk-Up verlief ohne Positionsänderung und jeder Hund arbeitete ein Mark und ein Dummy im Suchegebiet, in das er einzuweisen war.

003_einweisen__ins_suchegebiet

Gefühlte 6 Stunden später war damit der Walk-Up Teil erledigt und “die Jagd” beendet. Dash hat ihre Sache über die gesamte Zeit super gemacht. Alle Marks sehr genau gearbeitet, das Einweisen in das Suchegebiet ohne Probleme (und das waren mal locker 80m) und auch das beschossene Blind erstklassig. Ihre Soundkarte war - zu meiner Überraschung - aus. Allerdings: Die Fussarbeit am Anfang mies, zur Mitte besser und am Ende wirklich gut.

Kurze Kaffeepause und weiter ging´s. Wir wechselten das Gelände, das nun eine alte Kiesgrube war. So ähnlich wie in Berghof, also mit Hügeln, Sand und Grasbewuchs in der Fläche.

Die folgenden Aufgaben wurden immer in 2er Teams gearbeitet. Marks, Einsweisen und das Überlaufen alter Fallstellen war nun angesagt.

Zunächst wurde am Ausgangspunkt (AP) mit dem Launcher 2 Dummys auf die Fallstelle 1 geschossen. Die Handler entfernten sich von Ihren Hunden und gingen auf einen Hügel, der den Startpunkt (SP) darstellte. Die Hunde wurden heran gerufen. Dort angekommen fiel  zunächst ein Mark auf die Fallstelle 2, das zuerst zu arbeiten war. Anschliessend war der Hund in das Fallgebiet 1 zu schicken. Dann arbeite der andere Hund die Aufgabe, während das erste steady zu sein hatte.

Hier muss ich zugeben, dass wir echte Probleme mit der Fallstelle 1 hatten. Unser Lining vom Startpunkt aus war extrem bescheiden, so dass Dash im Tal angekommen vollständig die Linie und damit  auf Ihren Auftrag aus den Augen verloren hatte. Das Problem für uns war, dass am Fusse des Hügels super unagenehmer Bewuchs war, den Dash gern umläuft. Was meistens klappt (nämlich das zurückfinden auf die Linie) ging hier gar nicht, da sie an vielen alten Fallstellen vorbei kam. Tja. So spielt das Leben. Guckst Du hier:

004_marks_ein_einer_linie

Die nächste Aufgabe baute darauf auf. Nun direkt vom Hügel los und auf wenn der Hund am zweiten Helfer vorbei gelaufen war (auf dem Weg zur Fallstelle 1) ertönte der schallende Ruf “Rabbit”. Der flüchtende Hase wurde beschossen, sollte vom Hund markiert aber ignoriert werden.

Diese Aufgabe wurde vorher aufgebaut (nur Rabbit und über Kopf auf die Fallstelle 1 senden), so dass alle Hunde wussten, dass das eine Hasenspur war und ein flüchtender Hase die Linie schon mal gequert hatte.

Alles in allem hatte es hier also: einen Dummylauncher (Fallstelle 1), einen Rabbit-Dummy mit Hasenfell, der vor der Aufgabe erarbeitet und hier beschossen wurde, 2 sichtig stehende Helfer, 2 weitere Marks. Ein Sinnesfestival der besonderen Art. Ich hörte bei Dash quasi die Synapsen durchbrennen. So ein Halligalli gibt´s nicht alle Tage.

005

Die Folge war ungefähr folgender Dialog.

“Dash - holst du bitte das Mark”

“o.k.”

“Danke - und jetzt bitte das Blind, da gerade aus”.

“Was? Blind? Wo? Da wo die anderen Marks gefallen sind? O.k., hole ich”

“Ne Dash Stopp! Weiter nach hinten”

“Wie nach hinten? Da wo der Hase vorhin war? O.k. Super. Hole ich”

“Ne Dash auch nicht. Weiter nach hinten”

“Noch weiter? War da auch noch was? Hm. Na gut. Gehe ich mal gucken”

Ich hätte wetten können, dass Dash sämtliche Fallstellen abläuft und so kam es. Schwerpunkt sollte u.a. sein, dass der Hase (also der Rabbit) markiert, aber ignoriert wird. Und nachdem wir uns dann endlich so weit vor gearbeitet hatten, dass der Rabbit losgelassen werden konnte, klappte das auch 1a. Ausserdem war Dash immer ansprechbar uns lies sich einweisen. Nicht ideal, klar. Aber wir sehen das jetzt mal positiv. Aber in diesem Bereich haben wir noch einen Berg voll Arbeit vor uns. Wie schön.

Anschliessend wurde noch ein langes Mark aus dem Launcher (ca. 100m) gearbeitet, während der andere Hund das beschossene Blind auf Fallstelle 1 arbeitete. Das klappte wieder wunderbar.

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Abgeschlossen wurde der Tag mit einen Doppelmark auf und hinter einen Hügel, was ebenfalls wunderbar funktionierte.

Wir waren erledigt und Jörg hatte ein einsehen. Ein wunderbarer Tag in tollem Gelände war damit schon wieder zu Ende. Dash und ich sind weiter zusammengewachsen und freuen uns schon heute auf unser nächstes Training.

Danke Jörg - wir kommen wieder!

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