Einweisen mit Petra Soons

Vor ziemlich genau 11 Monaten haben wir bei dem letzten Seminar mit Petra im Norden nur zuschauen dürfen: Post-OP Schonung war angesagt. Diesmal konnten wir dabei sein und sind am Sonntag bei der F-Gruppe gestartet.

Wir trafen uns im schönen Secklendorf bei Lüneburg und die 6 Gespanne wurden in in jew. 3 Rüden und 3 Hündinnen gesplittet und los ging´s. Der Tag bestand im Wesentlichen aus Einweise-Übungen, am Nachmittag wurden div. Ablenkungsmarkierungen eingeführt (aus dem Dummylauncher! Wer bei uns ab und an liest weiss, dass das harte Arbeit für Dash und mich ist).

Es war ein wunderbarer Tag in anspruchsvollem Gelände (Danke Thomas!) mit netten Mitstartern und einer entspannten, sich auf die Gespanne konzentrierenden Seminarleitung (Danke Petra).

Und es war ein Tag mit einer wunderbaren Dash. Die erste Aufgabe - wie meist - leicht verschlafend, dann immer mehr steigernd und den Vormittag mit einem Eye-Wipe (Sorry Petra ;-)) abschliessend. Extrem stark war Dash am Nachmittag. Quasi still auch wenn Sie nur ca. 3m neben dem Dummylauncher sass, auf den Punkt markierend und sehr führig beim Einweisen. Die letzte Aufgabe gegen 17:00 Uhr (!) war dann leicht über unser noch zur Verfügung stehenden Konzentrationsfähigkeit, so dass Dash mich beim letzten Einweisen und Petra Dash beim letzten Mark retten musste ;-).

Ich bin extrem stolz auf Dash und so langsam wachsen wir zu einem guten und harmonischen Team zusammen. Was ein super Gefühl ist, nur mal so am Rande. Und daher werde ich uns nun auch ein Team-Shirt ordern. Aber das ist eine andere Geschichte.

Das waren die Aufgaben.

Ich mache es mir heute mal (sehr) einfach und zeige nur die Endfassungen der Aufgaben in einer Grafik. Die Aufgaben wurden natürlich nach und nach erarbeitet.

Vormittags - Einweisen

Der Vormittag fand auf einer riesigen Wiese statt. Diese bestand aus aus altem Gras-/Weidenbewuchs. Zwischendrin immer wieder mal Senken mit Brennnesseln, Diesteln und anderem schwerem Bewuchs durch den die Hunde auf dem Weg zum Dummy mussten. Alle Aufgaben wurden aus der Linie gearbeitet.

Am Ende sah die Aufgaben ungefähr so aus:

einweisen_petra_soons_semimar_secklendorf_1

Zunächst begaben sich alle Hundeführer ohne Hunde zur Fallstelle 1 und legten dort Dummys aus. Jeder Hund wurde 2 mal geschickt. Dann legte ein Hundeführer an Fallstelle 1 und ein anderer an Fallstelle 2 Dummys aus. Jeder Hund arbeitete jew. einmal jede Fallstelle. Abschliessend legte jew. ein Hundeführer ein einer Fallstelle (nun mit Fallstelle 3) Dummys aus. Fallstelle 3 wurde dabei von einer Markierungsfahne aus gearbeitet.

Anspruchsvoll waren dabei die Entfernungen und das Gelände.  Der Weg zur Fallstelle war bspw. mit einer Senke in der schwieriger Bewuchs war und einem Graben gespickt.

Den Vormittag schloss dabei dann noch ein Mark ab, dass aus dem Dummylauncher beschossen wurde und das ging so:

einweisen_petra_soons_semimar_secklendorf_2

So weit ich mich erinnere, fiel zunächst das Mark. Dann musste ein Hund FS 2, der andere FS 3 (nun aber möglichst vom Startpunkt und nicht vom Fähnchen aus) und der letzte Hund das Mark arbeiten. Letzteres fiel dabei meist in den Graben und auf dem Weg dahin war wieder mal ebenfalls kniehoher Bewuchs zu meistern, so dass die Hunde die Fallstelle mal sicher nicht sahen.

Soweit der Vormittag und nach Stärkung und Geländewechsel ging es zu Teil 2.

Nachmittags - Einweisen, Marks und Ablenkungen

Das Gelände war nun eine recht schmale Schneise (ca. 50m), das zur linken von einem Teich und zur rechten von einem Deich (also mit Hang nach oben) begrenzt wurde. Auf 12.00 Uhr war am Ende ebenfalls ein Hang. Die Schneise selbst hatte mal wieder lieblichen, kniehohen Grasbewuchs zu bieten.

Zunächst waren Einweisen und Marks an der Reihe, dann kam ein Ablenkungsmark und ein Blind hinzu. Was zu diesem Ergebnis führt:

einweisen_petra_soons_semimar_secklendorf_3

Zunächst legte jeder HF nur für seinen Hund die Fallstelle 1 mit 2 Dummys aus. Nachdem jeder Hund (nacheinander) beide Dummys geholt hatte, wurde die Messlatte wieder ein wenig höher gelegt.

Ein Hund arbeitet und die anderen beiden waren dran zum Thema Steadyness. Der HF des arbeitenden Gespanns legt erneut auf Fallstelle 1 zwei Dummys aus. Der Hund ist zunächst zu schicken. Dann wird das Mark aus dem Launcher  beschossen. Der Hund ist erneut zur Fallstelle 1 zu schicken und anschliessend darf die Fallstelle 3 gearbeitet werden.

Als nächste Herausforderung kam dann der Bumper Boy hinzu.  Erst wurde die Fallstelle 3 aus dem Launcher beschossen, dann die Fallstelle 2 mit dem Bumper Boy. Zunächst arbeitete Hund 1 die Fallstelle 1, Hund 2 den Fallstelle 2 und Hund 3 Fallstelle 3. Positionswechsel, bis alle Hunde einmal an jeder Fallstelle waren.

Abschliessend noch die Fallstelle 4: Ein Blind hangaufwärts, diagonal zu arbeiten in ca.  50m Entfernung. Zunächst beschoss ein Helfer Fallstelle 1 und 4 gemeinsam. Dann fielen die Fallstellen 3 und 2.

Nun war Hund 1 zunächst auf die Fallstelle 1, dann Hund 2 auf die Fallstelle 2. Petras Hund arbeitete in der Zwischenzeit Fallstelle 3. Abschliessend Hund 3 auf Fallstelle 4.

Völlig geschafft war damit der Tag beendet. Für uns war die letzte Aufgabe ein Stück “over limit”. Zur Fallstelle 4 habe ich die Entfernung verkürzt. Trotzdem war der Weg zum Dummy hangaufwärts und Diagonal auf eine völlig neue Fallstelle sagen wir mal: Schwierig ;-). Das Mark zur Fallstelle 2 war verloren. Hier mussten wir einfach ein Stück zu lange warten bis es los ging und ich hatte die Fallstelle ebenfalls nicht markiert. So musste ich Dash zurück holen. Es fiel ein zweites und das markierte Dash dann wieder auf den Punkt.

Über den Tag gesehen war Dash wunderbar. Ein Traum von Hund - Mein Traumhund.

Nun freuen wir uns auf die kommenden Wochenenden in denen WTs anstehen. Auch wenn für vielleicht nicht bestehen: Wir wollen eine gute Teamarbeit zeigen und ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird. Und dann auch mit neuem Teamshirt! Bleibt gespannt.

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