Leinebergland Cup 2009 - Dash besteht ihren ersten F WT-Start (g)

Dash hat es geschafft! Wir haben unseren ersten WT F-Start beim Leineberglandcup 2009 mit einem für uns hervorragenden “gut” bestanden.

Wir freuen uns grenzenlos. Dass wir überhaupt wieder beim einen WT starten konnten. Dass Dash die Aufgaben so gut gearbeitet hat. Dass sie bestanden hat.

Die kompletten Ergebnisse gibt es bereits online hier.

Was Wetter war was für harte. Immer wieder Regen. Teilweise stundenlang. Wind und richtig kalt. Insgesamt ca. 80 Gespanne aus den Klassen F, O und V mussten durch das Gelände geleitet werden und 4 Aufgaben absolvieren.

Mit 56/80 Punkte haben wir ein faires Ergebnis erhalten, das Aufschlüsse darüber bringt, woran wir arbeiten können. Und das Tollste: Unsere gesamte Trainingsgruppe hat bestanden.

Unsere Kleine legt heute einen Tag Freizeit ein und lässt sich verwöhnen. Sie hat es sich redlich verdient. Insgesamt waren wir von 07.00 - 23.00 Uhr auf den Beinen. Das schlaucht.

Wen die Aufgaben interessieren: Unsere ganz persönlichen Eindrücke mit Beschreibungen gibt es hier.

Ich beschreibe die Aufgaben in der Reihenfolge wie wir sie gearbeitet haben.

Station 2: Verlorensuche mit 2 Gepannen - 12 Punkte

Los ging es mit einer Verlorensuche. 2 Gespanne wurden in ein etwas 70×70m grosses Gebiet zunächst einzeln, dann gemeinsam geschickt. Der Ausgangspunkt war auf einem Weg einen steilen Abhang hinunter. Im letzen 3tel des Suchegebiets war ein Weg, der das Gebiet trennte. Vor und hinter dem Weg lagen je 4 Dummys (meine ich gehört zu haben).

Hier muss ich mich bei meiner Team-Mitstarterin bedanken. Ich durfte die rechte Startposition einnehmen. Dieser Startpunkt hatte am Abhang Gestrüp, so dass ich sicher war, dass Dash den Abhang langsam runterlaufen würde. Auf der anderen Seite war ein Weg den Abhang runter und das wäre mir zu waghalsig gewesen. Schnelle Abhänge sind nach der Schulter-OP definitiv tabu. So aber konnten wir die Aufgabe angehen.

So ca. stellte sich die Aufgabe dar:

aufgabe2_claudia-herzog

Wir holten 2 Dummys aus dem vorderen Bereich recht flink. Über den Weg war Dash jedoch nicht zu bekommen. Zwar habe ich nicht versucht sie explizit einzuweisen, aber mit meiner Hand schon Sichtzeichen gegeben. Als Unterstützung. Ich glaube allerdings, dass die Hunde unten im Suchegebiet ihre Führer gar nicht sehen konnten. However: ich habe ein Kommando gegeben, dass Dash zweifellos nicht angenommen hat. Faire 12 Punkte, denn der Weg war für uns “unüberwindbar”.

Station 3: Doppelmarkierung - 16 Punkte

Mein erstes Aha-Erlebnis. Eine erste Markierung auf ca. 11 Uhr wurde geworfen. Nach Freigabe war der Hund zu schicken. Auf dem Rückweg fiel auf ca. 2 Uhr eine weitere Markierung. Wenn der Hund das erste Dummy abgeben hat, konnte er gleich geschickt werden. Tja. Ich hätte wetten können, dass das kein Problem ist. Dash hat das 2te Mark sicher gesehen. Doch als ich sie schicken wollte, lief sie wieder in Richtung des ersten Dummys. Stopp-Pfiff und Out schicken war angesagt. Das war ohne Probleme. Also ein handeln. War aber als Mark gedacht und daher auch hier wieder faire 16 Punkte.

aufgabe3_gabi-kuhlem

Station 4: Doppelmark und Einweisen auf ein beschossenes Blind - 12 Punkte

Unsere Traumaufgabe. Ein beschossenes Blind. Und das auch noch relativ weit weg und über einen Graben mit Wasser mit recht steilen Ein- und Ausstieg. Hier hätte ich fast vor der Aufgabe schon das Handtuch geworfen. Ein echtes Blind haben wir definitiv erst 1x bei Jörg gearbeitet. Und dann hier noch mit so einem Geländeübergang, was ja schon bei Marks nicht unsere Stärke sind. Aber kurz vor uns startete Marita mit Goodman. Und Goodman hat die Aufgabe erstklassig absolviert. Unser Ehrgeiz war geweckt.

So sah das in etwa aus:

aufgabe4_viggo-berger

Ein Schütze stand nahe des Gespanns und schoss in Richtung der Markierungen, die ein Helfen dann diesseits des Grabens warf. Dann beschoss der Schütze das Blind auf der gebenüberliegenden Grabenseite (super Schuss ;-) ).

Die Markierungen fielen nicht sichtig in hohen Bewuchs. Die Flugbahn war überwiegend gut zu sehen. Für den Hund eher weniger, weil dort Gestrüpp und Bäume im Weg standen. Zuerst waren also die Markierungen zu arbeiten. So weit so gut.

Dann das Blind. Wir konnten von der Ausgangsposition ca. 5 Meter in Richtung des Blind gehen. Und dann ging es los. Dash ist super aus dem Wald raus und auch über die Wiese. Doch am Übergang wurde es schwierig. Wir haben schon so einiges an Handling benötigt, um da rüber zu kommen. But so what:  Dash war drüben! Dort angekommen, war dann Suche angesagt. Dash hat das Dummy - das wieder in hohem Bewuchs lag - nicht direkt gefunden und fing an sich zurück zu suchen. Fast wäre sie wieder zurück über den Graben gekommen, aber ein Stopp-Pfiff den man sicher auch in Hamburg gehört hat, hielt sie dann glücklicher weise davon ab. Back und wieder in die Suche, die dann erfolgreich war. Puuuh. Geschafft. Ein hartes Stück Arbeit. Aber eben erfolgreich. Trotz der 12 Punkte hat mich diese Aufgabe am meisten gefreut und die war allein für uns schon die Reise wert. Wir waren auf ein Blind als Team erfolgreich.

Aufgabe 5: Mark, 1ner Walk-Up, Mark - 16 Punkte.

Es fiel ein Mark auf ca. 11 Uhr. Nach Freigabe schicken. Kein Problem. Dann Drehung um ca. 90° nach rechts und ein kurzer Walk-Up. Erneutes Mark. Hier konnte wir direkt schicken ohne Freigabe. Die beiden Marks waren sehr gut, die “unruhige Fussarbeit” hat uns den Abzug gebracht. Auch mehr als fair.

aufgabe1_anette-huusmann

Mittlerweile war es spät geworden. Und bis alle Teams durch waren war es noch etwas später. Egal. Wir hatten unseren ersten F WT bestanden.

Obwohl die Aufgaben (mal mit Ausnahme der Aufgabe 4) auf den ersen Blick so schwierig nicht aussahen, machten die Feinheiten offensichtlich den Unterschied wie an der Station 2+3 gut sehen kann. Es ist ja da nicht so, dass es dort nach den Ergebnissen vorzügliche Bewertungen gehagelt hat.

Aber: Die Aufgaben waren zweifellos machbar. Und das ist gut so. Auch bei der Aufgabe 4 sind Punkte vergeben worden, wenn der Hund nicht über den Übergang und damit nicht zum Blind gekommen ist. Ich finde diese Art des Richtens sehr sympatisch. Wenn ein Teil der Aufgabe (nämlich die Marks) gut gearbeitet worden, ist nicht die gesamte Aufgabe zum Teufel, weil ein anderer nicht geklappt hat. Klar. Ein Spitzenergegbnis ist dann nicht mehr drin. Aber: Man bleibt im Rennen.

Allen Plazierten wie immer herzlichen Glückwunsch. Besonders Schulterklopfen an unsere Trainingsgruppe: Geschafft!!

Danke an Revierinhaber, SL, Richter und insbesonder auch Helfer: ohne euren Einsatz wären solche Grossveranstaltungen nicht denkbar und somit könnten wir unser Hobby nicht ausüben. Merci dafür.

Heute kämpfen die A´s: Viel Glück!

Ein Kommentar zu “Leinebergland Cup 2009 - Dash besteht ihren ersten F WT-Start (g)”

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