Einweisen mit Jörg
Ein Traumtag bei Traumwetter liegt hinter uns. Petrus, Jörg und die Welt im allgemeinen meinte es mit uns an diesem Tag wirklich richtig gut.
Das Seminar bei Jörg stand im wesentlichen unter dem Motto “Einweisen”. Mit besonderer Würdigung der linken Seite.
Los ging der Tag mit einem kleinen 4er Walk-Up. Nach diesem Walk-Up war zum einen die Fallstelle 1 des weiteren Tages etabliert, zum anderen war nun Einweisen angesagt.
Es wurde die Fallstelle 2 etabliert, zu der dann eine weitere Fallstelle 3 im Laufe des Tages hinzukam. Im zweiten Teil des Tages kam ausserdem ein Zaun hinzu, so dass am Ende war das Aufgabengelände ungefähr so präpariert war:
Was auf der Zeichnung schön platt aussieht ist in Wahrheit ein hammer Gelände: Kniehohe Binsen, die für die Hunde eine nicht enden wollenden Wand darstellen. Dazwischen immer wieder Wasser, was das Thema Witterung nicht einfacher macht. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: Jörg auf dem Weg zur Fallstelle 3.
Alle Bilder des Tages gibt es am Ende dieses Berichts. Mehr zu den Aufgaben gibt es hier:
Aufgabe 1: 4er Walk-Up
Da gibt es nicht viel zu sagen. Wie immer spannend in Bezug auf Fussarbeit und Steadyness. Jaja. Die Basics holen einen immer wieder ein. Aus der Linie wurden mit dem Launcher vor und hinter die Linie geschossen. Jeder Hund arbeitete 2 Marks. Es ist lustig, Dash bei der Vorbereitung zu beobachten. Schon wenn Jörg sein Launchergewehr rauszaubert, geht Dash in “Hab-Acht-Stellung”. Für sie kann der Tag dann losgehen.
Der Walk-Up selbst ist für uns nach wie vor problematisch. Nach strenger Auslegung springt Dash auch ab und an mal ein, weil sie bei dem Abschluss des Launchers einen Satz nach vorne macht. Sie korrigiert sich aber immer selbst. Wirklich einspringen tut sie 100%-ig nicht. Auch das war ja mal anders. Und mittlerweile schaut Sie mich auch an, nachdem der Launcher gelandet ist. So wie hier:
Markieren kann Dash sehr gut. Sie hält das Fallgebiet sehr schön, holt sich Wind und ist schnell erfolgreich. Bei längeren Distanzen erreicht sie manchmal nicht direkt die notwendige Tiefe. Hängt vom Gelände ab. Aber Marks werden wir sicher nicht weiter üben. Der Steadyness zu liebe.
Mit Walk-Ups war dann Schluss und Dash hat sich dann die nächte Aufgabe schon mal aus der Ferne angesehen. Fernstudium, sozusagen.
Aufgabe 2: Links und Back einweisen
2 Hundeführer legen jew. 2 Dummys an eine der Fallstellen aus, die Hunde sahen dabei zu. Nachdem man wieder bei seinem Hund war, veränderte man seine Position so, dass man seinen Hund nach links auf die Fallstelle schickte, die man selbst nicht ausgelegt hat. Das war interessant. Denn wohin gucken die Hunde, wenn sich 2 Hundeführer entfernen und Dummys auslegen? Eben. Zu ihrem Hundeführer. Also war eine Fallstelle quasi “Blind”.
Ich hatte Fallstelle 1 ausgelegt, also musste ich Dash zur Fallstelle 2 nach Links senden. Am Ausgangspunkt saß Dash und wartet auf die Ansage vom “Tütchenöffner”.
Danach war jew. die andere Fallstelle zu arbeiten und zum Abschluss noch einmal beide Fallstellen über Kopf zurück. Hier kam es dann auf die richtige Drehung.
Das kann Dash mittlerweile alles sicher. Wir haben im letzten Jahr grosse Fortschritte gemacht. das ist doch auch mal schön festzuhalten.
Aufgabe 3: Hasenjagd ;-). Eigentlich Einweisen auf 3 Fallstellen
Es kommt nun die 3te Fallstelle hinzu, die sichtig für die Hunde ausgelegt wird. Im Wesentlichen läuft das ganze ab wie die Aufgabe 2, nur dass eben diese neue Fallstelle 3 hinzugekommen ist. Diese wird in gerader Linie gearbeitet.
Zu Beginn der Aufgabe - die in 3er Teams gearbeitet wird - wird ein Blind beschossen, dass hinter einen Zaun und einem Wassergraben in ca. 30m Entfernung liegt. Und wenn ich Blind sage, dann meine ich das auch so. Diese Stelle wurde nur in dieser Aufgabe gearbeitet. Dem ersten Hund (und das waren wir) war die Stelle komplett neu. Man sah nix fliegen, es wurde nix ausgelegt. Eben ein Blind.
Wir waren zunächst damit dran, die Fallstelle 3 zu arbeiten. Ein langes Stück durch wirklich schwieriges Gekände. Kniehohe Binsen und nasses, schweres Geläuf machten das Fortkommen schwer. Aber Dash hat in einem Rutsch die Strecke absolviert. Kaum im Fallgebiet angekommen, macht Dash wieder mal einen Hasen hoch. Den habe ich aus 120m Entfernung sehen können. Der kann also nur so gross wie ein Kalb gewesen sein. Unglaublich. Dash ging dem Hasen aber nicht hinterher, sondern machte sich sofort daran herauszubekommen, wo dieser fellige Kumpane wohl hergekommen ist. Offensichtlich war der Hasenbau ca. 20m rechts neben der Fallstelle mit den Dummys. Tja. Und nun war Dash nicht mehr “aufnahmefähig”. Ich habe sie nicht mehr in das Fallgebiet bekommen. Also Distanz zu Dash verkürzt (auf ca. 40m) und sie ins “Sitz” gepfiffen. Klappte super. Und dann nach links und die Suche. Klappte auch.
Nachdem die anderen ihre Fallstellen gerbeitet haben, war Dash dann mit dem Blind dran. Zugegebenenermassen ist Dash nicht in einem Rutsch zum Blind. Ich musste ein paar mal pushen. ABER: sie ist zum Erfolg gekommen. Unser erstes richtiges Blind. Ich war und bin stolz wie Bolle auf die Kleine. Hier setzen wir beiden an:
Und hier kommt Dash zurück. Der rote Punkt markiert die Stelle wo das Blind lag.
Anschliessend Postionswechsel, so dass jeder Hund jede Fallstelle arbeiten musste.
Es wurde Mittag und wir machten eine Pause.
Da wir ja schon am Vortag ein 3-Stunden Wassertraining hatten, wurde Dash nun auch so richtig müde und ich fand mich schon mit dem Gedanken ab, den Nachmittag als Helfer und Zuschauer zu verbringen. Aber nix. Unsere Kleine war müde, wenn Pause war und voll da, wenn sie dran war. Traumhaft.
Und so ging es an den Nachmittag, der unter dem Motto “Zauntraining” stand. Zunächst wurden die Hunde an den Zaun gewöhnt:
Und sprangen schliesslich zumeinst ganz selbstverständlich über den Zaun:
Aufgabe 4: Mark mit Abstoppen & Einweisen auf die Fallstellen 1 & 2 über den Zaun.
So kompliziert wie der Aufgabentitel, so schwierig die Aufgabe. Und die ging so: Zunächst wurde mit dem Launcher ein Mark auf die Fallstelle 1 geschossen:
Der Hund wird geschickt und direkt nach dem Zaun gestoppt. Dann wird er nach links auf die Fallstelle 2 eingewiesen (also nicht zum Mark).
Wenn er dieses Dummy geholt hat, kann der Hund das Mark holen. Wieder am Ausgangspunkt wird der Hund nochmals an die Fallstelle 1 geschickt. Der HF stellt sich dabei so, dass es wieder ein links einweisen ist.

Und natürlich das alles über den Zaun hinweg.
Eine spektakülare Aufgabe mit tollen Hunden in Aktion. Da für uns springen nach der OP verboten ist, haben wir die Aufgabe ohne Zaun gemacht. Dabei war Dash grossartig. Lässt sich sofort abstoppen, nimmt die Richtung direkt an und merkt sich das Mark auch über diesen längeren Zeitraum. Toll.
Aufgabe 5: Mark und seitliches raussenden aus einem Fallgebiet.
Zunächst wurde wieder ein Mark mit dem Launcher über den Zaun auf Fallstelle 1 geschossen, dass direkt gearbeitet wurde. Dann wurde mit einer Pistole erneut in Richtung des Fallgebiets geschossen und der Hund gesendet. Nun lag dort aber nichts. Wenn der Hund das Fallgebiet erreicht hat, war er zu stoppen und seitlich nach links hinten auf die Fallstelle 3 zu senden, wo Dummys ausgelegt waren. Die Distanz für das seitliche schicken waren sicher ca. 60 - 70 m. Vor allem war es aber wieder mal ein schwerer Weg durch die Binsen.
Dash hat das Mark super gearbeitet. Für mich etwas überraschend liess sie sich dann beim zweiten senden auch gleich beim ersten Pfiff stoppen, als sie im Fallgebiet angekommen ist. Das “out” nach links hat Dash super angenommen, trudelte dann aber ca. nach der Hälfte der Strecke und ging in die Suche. Ich habe Dash erneut gestoppt und dann musste ich Sie “back” schicken, was gleich klappte. Also einmal handeln in der Aufgabe. Für uns eine Spitzenbilanz.
Was auch daran liegen kann, dass wir beiden die Aufgabe gemeinsam genau studiert haben, als die anderen gearbeitet haben:
Aufgabe 5: Treiben mit anschliessender Suche mit 3 Hunden
Wir wechselten das Gelände und gingen in den Wald. Es wurd ein Treiben hinter einen Graben in ca. 40m Entfernung veranstaltet. Es arbeiteten 3 Hunde im Team. Jeder Hund wurde 3mal geschickt. Zunächst einzeln, zuletzt waren alle 3 Hunde gleichzeitig in der Suche. Schwierig, weil jedes Kommando die anderen Hunde stört. Das letzte mal haben wir die Aufgabe vor ca. 2 Jahren gemacht. Damals hat sich Dash die gefundenen Dummys immer von der anderen Hunden abnehmen lassen, so dass wir das gelassen haben. Diesmal aber hat Dash die Dummys schön für sich behalten. Oder die anderen Hunde haben ihre eigenen gesucht, wer weiss.
Eine harte Konzentrationsaufgabe nach einem schwereren Tag, die Dash gut gelöst hat. Auf dem Rückweg war sie hier aber schon erheblich langsamer als normal.
Damit ging der Tag zuende. Wir waren happy mit dem Tag, dem Training und der gezeigten Leistung. ich muss hier mal feststellen, dass alle Hunde an diesem Tag wirklich gut waren. Vielleicht freuen auch sie sich auf den nahenden Frühling. Wer weiss.
Vielen Dank an Jörg: Wieder ein spannendes, lehrreiches Seminar. Danke auch an Marita und Andrea für die Orga. Und natürlich an den Revierinhaber für das tolle Gelände.
Nun ist leider erstmal Pause. Workingtests und Urlaub stehen an.
Wir planen den ein oder anderen Start in “F” dieses Jahr. Das nächste Seminar mit Jörg wird dann erst in ein paar Monaten sein. Schade. Bis dahin freuen wir uns auf unser regelmässiges Training in unserer Gruppe mit Annette. Vielleicht berichten wir ja auch mal davon.
Bilder gibt es wieder in der PICASA-Galerie hier:
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| Einweisen Seminar mit Jörg Brach in Böhmsholz |
Oder gleich hier als Slideshow:
Vielen Dank für´s Lesen. Und einen tollen Frühlingsbeginn an alle Gespanne!













