Danke, Anke!

Trotz Abbruch wg. Verletzung was gelernt bei Anke Bongaerts

Schon immer wollte ich ein Seminar bei Anke Bongaerts machen: wir haben ihr Buch “Die 3 Charaktere” gelesen und auch das hat dazu beigetragen, Dash besser zu verstehen (unseren Gefühls- und Aktionshund). Wir arbeiten mit Ihren Markierstäben und haben ihr Dummy-Spiel.

Und nun - nach mehrfachen Versuchen - war es endlich soweit: am 08.06. bei der BZG Celler-Land war Anke Bongaerts zu Besuch und wir waren dabei.

Um 09:00 Uhr ging´s los und wir mussten gleich mal beichten, dass wir “gehandicaped” sind: Dash lahmt leicht und wir wollten den Bogen nicht überspannen. Leider kam es wie es kommen musste. Nach 2 retrieves haben wir abgebrochen. In einer Pause war Dash im Wasser wohl auf einen Stein getreten und hat bitterlichst gejammert. Das war´s dann für uns.

Von daher hier - leider - nur kurz die Aufgaben, die wir noch mitbekommen haben:

Aufgabe 1: Doppelmark über Kreuz.
Ein Team steht am Ausgangspunkt. Ein Mark fällt in hohen Besuchs auf 12 Uhr. Leichter Wind von links. Ein weiteres fällt auf ca. 9 Uhr ins Wasser. Die Marks werden über Kreuz gearbeitet. Wenn Hund 1 auf dem Rückweg ist, wird Hund 2 geschickt.
Danach Wechsel. Anke erklärte danach genau, wie der Wind in die Aufgabe spielte und worauf beim Marking zu achten ist, und wie das Marking - wenn´s mal nicht so gut ging - aufgebaut werden kann.
Entfernung waren beiden so ca. 70m

Aufgabe 2: 2 Marks - 2tes Mark über die alte Fallstelle in einer Linie
Das erste Mark fiel auf die aus der ersten Aufgabe bekannte Fallstelle auf 12 Uhr. Das wurde gearbeitet. Dann wurde in einer Linie das zweite Mark geworfen. Hier war eben wichtig, dass der Hund die Tiefe richtig einschätzt. Auch hier wurden Tipps zum Aufbau gegeben (weisser Dummy oder Flatterdummy für das tiefe Mark)

Aufgabe 3: Runner
Ein Helfer zieht eine Schleppe (ca. 25-30m), Seitenwind / Rückenwind und kommt im Bogen zum Gespann: Der Helfer wird ein Dummy auf die Ansetzstellen. Das Gespann dreht 180° und der Helfer nimmt das Dummy weg. Der Hund wird zum Apport geschickt. Hier waren wir schon nicht mehr dabei. Daher war ich bei der Aufgabe mal direkt “dran” und es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Hunde reagiert haben. Von fragend bis irritiert war alles dabei. Anke war hier wichtig, dass der Führer dem Hund auf keinen Fall hilft oder etwas sagt.

Aufgabe 4: Einweisen über eine Fallstelle
Hier wurde eine Fallstelle 1 mit Bällen “abgetupft” (es blieb aber keiner liegen) und in einer Linie ein Memory Mark an Fallstelle 2 gearbeitet. Dann wurde der Hund erneut geschickt, nun aber lag ein Ball auf Fallstelle 1, den der Hund brigen sollte. Abschliessend erneute arbeiten der Fallstelle 2.

Aufgabe 5: Mark über Wasser und Blind
Ein Mark wird über Wasser geworfen (3Uhr). Der Hund ist auf 12.oo Uhr in einen hohen Bewuchs zu schicken. Falls der Hund nicht genug Vertrauen hat, sitzt ein Helfer in gerader Linie, der ggf. ein Geräusch machen kann und so den Hund “zieht”. Danach das Mark.

Obwohl die Gruppe doch recht heterogen war, war es super interessant Anke Bongaerts mal “live” zu erleben. Sie zieht ihr Philosophie klar durch, geht auf jeden Hund individuell ein. Und hat klare Regeln (z.B. kein lautes rufen oder gar schreien beim Training). Schade, dass Dash gehandicapped war. Aber eine Erfahrung war es alle mal.

Fotos kommen die Tage mal.

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