Mit Jörg Brach einmal durch die Retriever Arbeitswelt

Hui, Leute.
Wieder zurück von 2 fantastischen und anstrengenden Arbeitstagen mit Jörg Brach im schönen Aller Leine Tal.
Diesmal war es ein A/F-Seminar und wir waren bei den A´s dabei. Es waren 2 wunderschöne Tage in 2 grossartigen und abwechslungsreichen Revieren. Dafür schon mal vielen Dank an Annett D. die das ermöglicht hat mit der gesamten Orga und den Abendprogramm eine echte Messlatte aufgestellt hat. Zum mehroderweniger Jahresabschluss war das eine wirkliche Krönung auf ein arbeitsreiches Jahr mit super netten Hundeleuten.

Wenn ihr jemals im Aller Leinetal sein solltet, empfehlen wir übrigens das Schlosshotel Bothmer. Für Hundeliebhaber eine unschlagbare Unterkunft. Wirklich super.

Die Aufgaben waren auch diesmal wieder spektaklär und sehr abwechslungsreich. Eine Reise durch so ziemlich alles, was die Retrieverarbeitswelt zu bieten hat: Einweisen, Marks, grosse Suchen, kleine Suchen, Walk-Ups mit und ohne Stöberhund, Marks aus dem Wasser, über das Wasser, alles im Team: Herz was willst Du mehr. Und weil Dash zu diesem Zeitpunkt endlich mit ihrem ganzen Läufigkeitskram und den imaginären Welpen durch war, hat sie ihr volles Können zeigen können. Und das ist schon sehr viel aus unserer Ersthundeführersicht. Wir waren richtig stolz auf unsere Kleine. Auch wenn´s nach ein paar Macken hat. Sonst wär´s ja auch langweilig. Aber genug der Schwärmerei jetzt geht´s mit den Aufgaben los. Ich beschreibe nur unsere Aufgaben, da Jörg ja immer nach Gruppen(können) variiert.

Tag 1

Aufgabe 1: Einweisen und Doppelmark
Am Ausgangspunkt stand das 3er Team. Zunächst wurde durch einen Helfer ein Blind ausgelegt und beschossen. Der Helfer welchselte dann die Position und warf 2 Marks. Der Hund rechts aussen holte zunächst das erste Mark, dann der Hund links aussen das Blind und dann der mittlere Hund das zweite Mark. Danach wechsel der Positionen bis alle Hunde alle Stellen gearbeitet haben.
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Aufgabe 2: Marks ins Wasser
Was für ein spektakulärer Aufbau. Alle Teams (es waren 4, auch wenn auf der Zeichnung aus Platzgründen nur 3 drauf sind) stellten sich zum Wasser auf. Der erste Team rechts war ca. 100m vom Wasser entfernt, das zweite Team ca. 125m, das dritte 150m und das vierte 200m.

Es fielen 4 Marks. Aus jedem Team arbeitete nun ein Hund. Dann vielen wieder 4 Marks die gearbeitet wurden und so weiter. Bis alle Hunde dran waren.
Die Übung stellte natürlich schon erhebliche Anforderungen an die Steadyness. Bei uns war es z.B. dann noch so, dass ein Hund aus der hinter und startenden Gruppe (wir waren bei ca. 150m) auf dem Rückweg geradewegs durch unser Team gelaufen ist. Aber alle Hunde sind schön sitzen geblieben. Toll. Was waren wir stolz.

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Aufgabe 3: Walk-Up mit “Halfblind”
Ein Helfer legt auf ca. 11 Uhr 3 Dummys aus. Der Helfer ist für die Gespanne vom Ausgangspunkt aus sichtig (die Dummys natürlich nicht). Walk-Up Richtung 3 Uhr. Es fällt ein Mark. Zunächst muss der Hund links aussen das Halfblind holen. Dann der Hund rechts aussen das Mark. Positionswechsel und von vorn bis alle Hunde jeweils einmal das Blind und einmal das Mark geholt haben.

Schwierig war hier, dass durch den Walk-Up die Ausgangsposition für das Blind verändert wurde und die Entfernung sich steigerte. Wir waren als letzte aus dem Team mit dem Blind dran und da waren das schon locker 120m. Dazu war das Gelände zum Blind schwierig (Hasenwiese). In der Folge musst ich bei Dash einmal die Entfernung verkürzen. Dann ging es aber. Auf alle Fälle aber eine Baustelle für uns. Das Mark war für alle Hunde easy going.

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Aufgabe 4: Marks auf eine Insel
Das Team steht ca. 25m vom Wassereinstieg entfernt. Es fällt ein Mark auf die Insel. Ein Hund arbeitet das Mark. Danach wieder ein Mark für den nächsten Hund etc. Jörg hatte dabei auf der Insel bereits 3 weitere Dummys ausgelegt, so dass die Hunde in dem schwierigen Gebiet der Fallstelle recht zügig zum Erfolg kamen.

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Aufgabe 5: Voran über Wasser in das alte Fallgebiet
Jetzt wurden die Hunde nacheinander wieder in das Fallgebiet geschickt, denn es lagen da ja noch vorher ausgelegte Dummys.

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Aufgabe 6: Walk-Up mit Bird behind
Das Team macht eine Walk-Up vom Wasser weg. Es fällt ein Bird behind ins Wasser. Ein Hund wird geschickt. Dann weiter Walk-Up vom Wasser weg und wieder Bird behind bis alle Hunde gearbeitet haben. Das wurde als letzte geschickt und da war die Entfernung zum Wasser so ca. 80m. Wie weit das Mark im Wasser lag weiss ich nicht.

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Für den Tag war´s das und es lief für uns super. Eine Unkonzentriertheit meinerseits bei der ersten Aufgabe (schlampiges voran), einmal beim Voran die Entfernung verkürzt. Dafür auf der Haben-Seite: no whining und aus dem Wasser in die Hand apportiert. Wir waren happy.

Zum Ausklang trafen sich die Gespanne bei Annett zum Flamkuchen fassen und Fachsimpeln. Ein entspannter Abend und die Richtige Vorbereitung für Tag 2.

Und hier die Bilder für den Tag 1 zur Aufgabenbeschreibung

Ausrichtung fürs Einweisen voranUnd los geht´s...Suche im EinweisegebietApport zum MarkSuche im FallgebietFussarbeit zum Einweisen von TexasEinweisen bei TexasAufnahme Markund zurückAusgabeSchicken zum Apport, Fallstelle im WasserAnnäherung ans WasserUnd ZurückBeobachten beim Auslegen für Einweisen aufs voran bei Aufgabe 3Walk-Up der Aufgabe 3Einweisen fürs voran der Aufgabe 3 mit Ernieund wieder Walk-UpUnsere Fussarbeit bei Aufgabe 3Mark ;-). Wer findet´s?Ausrichten zum EinweisenIm FallgebietStartpunkt Aufgabe 4, über Wasser MarksUnd los geht´sIm FallgebietUnd schnell zurückAusrichten fürs abschliessende Mark bei Aufgabe 4Mit Dummy zurüclIn die Hand abgegeben, juhu!Ausrichten fürs Einweisen über WasserGefundenUnd zurückbisschen Schwimmenund dann nach HauseWeiter im Walk-Up der Aufgabe 4

Tag 2
Rievierwechsel in eine “Sandkuhle” mit Hängen, hohen Wiesen und allem anderen was das Retrieverherz begehrt.
Der gesamte Tag wurde wieder in 3er Teams bestritten (Gruss an das Team “yellow” an dieser Stelle ;-)).

Aufgabe 1: Dreiermark mit Dummy-Launcher
Das Team stand auf einem Hügel. Ein Helfer warf auf 12 Uhr in ca. 100m Entfernung ein Dummy in hohen Bewuchs. Das Fallgebiet war eine Mulde. Jörg schoss beim wartenden Team dann auch 2 Uhr und auf 3 Uhr zwei Marks mit Dummylauncher. Die Marks wurden nacheinander gearbeitet, dann wechsel der Positionen.

Eine fantastische Aufgabe mit echten Schwierigkeiten. Der Hund mit dem Mark auf 12 Uhr musste 2 nachgeschossene Dummys ingnorieren. Der Hund mit Mark auf 2 Uhr musste das Mark auf 3 Uhr ignonieren. Nicht für alle Hunde machbar. Dash hat das super gemacht. Der Tipp mit der Fussstellung vom letzten Seminar war bei dieser Aufgabe gold wert. Allerdings gabs 2mal Whining. Bei insgesamt 9 Schüssen. Danach am gesamten Tag nicht wieder.
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Aufgabe 2: Walk-Up mit Einweisen auf Half-Blinds
Jörg legte in einem Fallgebiet reichlich Dummys aus. Danach entfernte sich die Linie immer weiter von der Fallstelle. Nacheinander wurden die Hunde in das Fallgebiet eingewiesen. Wir waren am Schluss dran und hatten dann so ca. 150m zu gehen.

Schwierigkeit hier waren viele wechselnde Geländeübergänge.
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Aufgabe 3: Teamarbeit mit grosser Suche, kleiner Suche und Mark
Das Team stand am Ausgangspunkt. Helfer warf ein Mark auf ca. 1 Uhr. Zunächst war der erste Hund in die grosse Suche Richtung 9 Uhr zu senden. Dann der zweite Hund in eine kleine Suche auf 16 uhr. Dann der letzte Hund auf das Mark. Danach wechsel der Positionen.

Schwierigkeit hier: die Hunde in der Suche mussten das Mark ignorieren. Der Hund mit dem Mark steady sein. Unsere Gruppe hatte hier geschlossen das Problem, dass in der grossen Suche die vorne liegenden Dummys überlaufen wurden. Entsprechend gab´s wieder Tipps für die Suchearbeit.
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Aufgabe 4: Doppelaufgabe Mark und beschossenes Halfblind
Ein Helfer warf von einem Hügel ein Mark mit Schuss in hohen Bewuchs auf ca. 2 Uhr in etwa 100m Entfernung. Der Hund wurde geschickt. Nach dem Retrieve ist das Gespann direkt bei Fuss auf eine andere Position gegangen und von dort (jetzt 12 Uhr) wurde der Hund wieder in das alte Fallgebiet geschickt um dort ein beschossenes Halfblind zu holen.

Schwierigkeit hier: Fallgebiet mit hohem Bewuchs, auf dem Weg zum Fallgebiet viele Geländeübergänge.
Bei uns ausserdem ein Arbeitsfeld: schiesst ein Helfer ohne das ein Mark fällt orientiert sich Dash am Helfer nicht an der schickenden Hand.
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Aufgabe 5: Walk-Up mit Stöberhund und Einweisen aus der Linie
Nach intensiven Bitten gab sich Jörg dann geschlagen. Es dämmerte bereits und Tweed kam zum Einsatz. Die arme ist nach ihrem Englandeinsatz noch dünner geworden, aber immer noch arbeitsgeil. Also: für die Hunde wurden sichtig Dummys ausgelegt. Das Team entfernte sich dann von dieser Fallstelle und arbeitete ein Walk-Up mit Tweed als Stöberhund. Abwechseln wurden dann aus der Linie die Hunde auf die Fallstelle geschickt, die nach dem Walk-Up im Rücken lag. Jeder Hund arbeitete 2-3 mal.

Bei uns trug es sich zu, dass während wir den Walk-Up machten wir direkt über ein Dummy liefen, dass Dash aber artig liegen liess. Als ich sie schickte, lag das Dummy genau auf der Linie zum Fallgebiet, sie bekam Wind und nam die Nase runter. Ich liess sie machen. Nachdem sie das Dummy gebracht hatte, wies ich Dash wieder auf die Fallstelle ein und nun mussten wir also über die erste Stelle mit dem Dummy rüber. Das ging gut. An dem Geländeübergang wich Dash dann aber von der Linie ab und ich stoppte sie mit Pfiff, den sie sofort annahm. Dash lies sich dann super Back schicken und so kamen wir zum Ziel. Das zweite voran auf die Fallstelle ging direkt glatt und wir waren happy.

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Der Arbeitstag war damit geschafft und es ging ins Restaurant zur Nachbesprechung. Jedes Gespann erhielt von Jörg eine genaue Analyse der 2 Tage und Tipps für die weitere Arbeit. Das war super.
Wir freuen uns auf das nächste Jahr und hoffentlich weitere Seminare.

Hier die Bilder für den Tag 2 zur Aufabenbeschreibung und viel Spass bei Nacharbeiten!

Texas nach Aufnahme auf dem Weg nach HauseFallstelle 1 Aufgabe 1 in der MuldeAusgangsposition Fallstelle 1Apport zur Fallstelle 1Ansetzen zur Fallstelle 2Apport zur Fallstelle 2Suche im FallgebietUnd nach Hause......nur noch wenige CentimerterCaja beim Apport zur Fallstelle 3AufnameUnd nach HauseBeobachten des Auslegens für Aufgabe 2Einweisen in das Fallgebiet aus der LinieUnd weiter nach hinten rückenWir sind die letzten und stehen fast am Zaun ;-).Im Fallgebiet......und auf dem Weg nach Hause......zur AbgabeHelferposition für Mark bei Aufgabe 4Linie für Aufgabe 4 zum MarkAbgabe des Marks und......bei Fuss zur nächsten AusgangspositionUnd los geht´s per Voran...und schon wieder nach Hause.Wer so toll arbeitet, darf auch mal die Beute behaltenLetzte Aufgabe: beobachten des AuslegensUnd dann zum Walk-Up GebietErster Hund wird nach der Arbeit mit dem Stöberhund in das Fallgebiet geschicktDash im FallgebietWir beim Walk-UpWo isser den, der DummyGefunden...und nach HauseTweed. Der Stöberhund.Caja beobachtet das AuslegenWalk-Up...und Arbeit mit Stöberhundder auch mal durch die Linie läuftGoodman wird geschickt

3 Kommentare zu “Mit Jörg Brach einmal durch die Retriever Arbeitswelt”

  1. Andrea Heine

    Hallo ihr 3! Da habt ihr ja wirklich eine tolle Homepage u. Superfotos von Dash, ich staune! Um so gespannter bin ich natürlich auch auf die Fotos vom Trainingswochenende… Zum Wochenende kann ich nur noch mal sagen, dass es wirklich toll war: Nette Leute, gute Stimmung, interessante Aufgaben, super!
    Schöne Grüße von Andrea und Caja

  2. Kerstin Santelmann

    Hallo Britta, Björn und Dash!
    Ich habe festgestellt, dass ich schon mehrmals auf eurer tollen HP war, um die interessanten Berichte zu lesen! Jetzt konnte ich den Verfasser sogar persönlich kennenlernen. Björn, mach auf jeden Fall weiter so, deine Aufgabenbeschreibungen sind super zum Nacharbeiten und eine gute Gedächtnisstütze für alle Seminarteilnehmer. Ich bin natürlich auch sehr gespannt auf die Fotos und kann mich Andrea nur anschließen: Es war ein ganz tolles Wochenende!!!
    Liebe Grüße,
    Kerstin und Texas

  3. Bjoern

    So Leude: Wer mehr Fotos haben will meldet sich. Hier kann ich nicht alle online stellen. Grüsse