Beaverlodges Dash trainiert bei Steff Bollen
Hi Folks,
gestern hatten wir Gelegenheit vor unserem geplanten WT Weser-Ems am Sonntag noch an einem Trainingsseminar bei Steff Bollen teilzunehmen. Das Seminar - organisiert wieder über Annette U. - läuft das ganze Wochenende. Wir haben nur gestern teilgenommen. Heute ist Ruhetag und morgen dann geht´s zum WT.
An diesem Seminar haben nur 4 Gespanne teilgenommen. Daher ist es auch eher ein Trainingsseminar gewesen, da Steff diesmal wirklich bei jeder Aufgabe Tipps und Tricks gegeben hat. Das war super Klasse.
Der erste Teil des Tages - bei wirklich sehr warmen Aussentemperaturen - ging so:
Aufgabe 1: Memory Mark in hohem Gras
Steff hat 4 Dummys ausgeworfen, 180° Drehung und ca. 50m Frei-Fuss zurück. Dann die Hunde nacheinander geschickt.
Lustigerweise ist bei unserer Kleinen die erste Aufgabe immer irgendwie Murks. Diesmal war das Delivery mies.
Ausgabe 2: Memory Mark durch schweren Geländeübergang.
Nun wurden die Dummys über einen Zaum geworfen, der mit schweren Bewuchs relativ dicht bewachsen war (Dornen, Brennnesseln). Dahinter war ein Wald. Die Dummys wurden beschossen. 180° Drehung und ca. 40m zurück. Nun wurden die Hunde nacheinander geschickt.
Alle Hunde haben den schweren Übergang problemlos angenommen und die Dummys gebracht.
Aufgabe 3: Doppelmemory Mark an die bisherigen Fallstellen
Zuerst wurden die Dummys hinter den Zaum geworfen, dann das zweite an die alte erste Fallstelle. Die Gespanne liefen dann in gerader Linie weg vom Zaum (ca. 80m). Die zweite Fallstelle lag zum Dummy hinter dem Zaum in einem Winkel von ca. 25° (also eng) und vom Ausgangspunkt auch so ca. 70m entfernt und rechts davon. Es sollte zuerst das Dummy hinter dem Zaun gearbeitet werden.
Dash hat dabei leider 2mal die zweite Fallstelle arbeiten wollen und erstaunlicherweise hat das mit dem “Back” nach links nicht geklappt. Also musste ich Dash 2mal zurückrufen, was aber gut ging.
Dann haben erst mal 2 andere Hunde gearbeitet.
Dann sind wir etwas näher an die erste Fallstelle gegangen und ich habe Dash noch einmal geschickt. Wieder leichter Rechtsdrall. Stopp-Pfiff. Und Back nach links. Jetzt klappte das super und Dash hat den Geländeübergang wieder einfach angenommen. Danach war für uns die Aufgabe durch.
Wir sind dann in den Wald gegangen und haben dort allerlei Aufgaben bewältigt, da es auf der Wiese einfach zu warm wurde. Da der Wald sehr dicht war, waren Entfernungen nicht zu machen. Statt dessen wurde mit Geländeübergängen gearbeitet.
Einmal war es ein hoher Baum, der auf dem Weg zum Dummy überwunde werden musste, einmal Bachlauf (ca. 2m breit), einmal erst ein hoher Baum, dann der Bach. Und bei einer Aufgabe lag das erste Dummy am Bachufer und das zweite hinter dem Bach (nur 3m entfernt). Hier musste zuerst das Dummy am Bachufer geholt werden.
Tollste Aufgabe war der “Dummybaum”: 4 Dummy wurden für die Hunde sichtig in den Baum gelegt und beschossen, 180° Drehung, ca. 25m zurück und die Hunde geschickt.
Alle Hunde haben das super gemeistert, auch Dash die die Aufgabe zu Berlinerzeiten schon mal erlebt hat. Dann wurde ein Mark für den Hund am Baum vorbei geworfen und 180° Drehung und wieder 25m zurück. Während das Gespann zurück lief wurde nicht sichtig wieder ein Dummy in den Baum versteckt, das als Half-Blind zu arbeiten war. Auch das haben alle Hunde super gemeistert.
Letzte Aufgabe des Tages war ein seeehr langes Memory Mark.
In einer Lichtung wurden Dummys sichtig für die Hunde ausgelegt und beschossen. Dann wurde in gerader Linie ca. 100 - 120m zum Ausgangspunkt gegangen. Der Weg dahin führt erst durch einen zaun und dann durch sehr hohes Gras. Am Ausgangspunkt wurden die Hunde einzeln geschickt. Wir waren als 3tes dran. Bis dahin waren ca. 20 Minuten zum Auslegen vergangen.
Der Weg zur Lichtung war wiklich sehr schwer, der Hund war meistens nicht zu sehen. Die Lichtung war völlig ausserhalb der Sichtweite. Hier war also volles Vertrauen gefragt.
Fast alle Hunde haben die Aufgabe gut gelöst. Dash war super schnell. Toll. War ich richtig stolz.
Mittagspause
Der zweite Teil des Tages wurden 3 Workingtest-Aufgaben simuliert. Patsy Deheyder - die am Morgen die Junghunde gearbeitet hatte - fungierte dabei als “Richter”. Ohne Punkte, aber mit den entsprechenden Hinweisen.
Aufgabe 1: Doppelmemory Mark.
Das Gespann lief Frei-Fuss ca. 25m. Unter Schuss wurden 2 Dummy geworfen (in hohes Gras, Fallstelle nicht sichtig, Wind seitlich von rechts). Der Helfer stand bei Schuss neben dem Hund und ist Frei-Fuss auch mitgelaufen. 180° Drehung und zurück zum Ausgangspunkt. Nach Freigabe sollte der Hund die Dummys arbeiten, Reihenfolge egal.
Tja. Wäre bei uns eine 0 gewesen. Dash rückte auch hier beim ersten Schuss nach vorn (das ging so gerade noch), beim zweiten (weil der Werfer auch direkt neben uns Stand) wäre es vorbei gewesen.
Die Marks an sich waren Problemlos. Frei-Fuss Folge so la la.
Aufgabe 2: Mark und Half-Blind
In ca. 60m Entfernung steht ein Helfer, der ein Mark mit Schuss über einen Zaun wirft. Nach Freigabe wird der Hund geschickt. Auf dem Rückweg des Hundes nach dem Apport, wird an die alte Fallstelle wieder ein Dummy geworfen, Wenn der Hund das erste Dummy augegeben hat, Grundstellung. Dann erfolgt wieder ein Schuss (ohne Mark, da das Dummy ja bereits liegt) und der Hund ist nach Freigabe zu schicken.
Bereits das erste Mark war nicht von schlechten Eltern. Zunächst mal war es nach Wurf ca. 70m entfernt, in hohem Gras und es war nur ein Teil der Flugbahn zu sehen. Das beschossene Half-Blind war unser erstes dieser Art (also mit Schuss, ohne das was flog). Dash hat beide Aufgaben super meistert. Wären volle Punktzahl gewesen.
Aufgabe 3: Doppelmark
Unter Schuss werden vom Helfer in ca. 70m Entfernung 2 Dummys geworfen. Das erste über den Zaum in einen angrenzenden Wald (Flugbahn zur zum Teil sichtig) das zweite weiter nach hinten (für den Hund sichtig, Fallstelle nicht, da hohes Gras), Wind kam von hinten. Nach Freigabe konnte der Hund geschickt werden, Reihenfolge egal.
Hier standen (wie bei den vorherigen Aufgaben auch) immer 2 Gespanne am Ausgangspunkt. Wir waren als Zweites dran. Also fielen für uns 4 Schüsse, bevor Dash arbeiten konnte. Und was macht sie, nach eine harten, anstrengenden, viel beschossenen Tag. Völlig überraschend ein kurzes “Whining” nach dem 3ten Schuss. Ich war völlig perplex. Hat Petsy aber gehört. Und die Belgier kennen da keine Gnade. 0 Punkte.
Ich habe Dash trotzdem arbeiten lassen. Das Mark war ohne Probleme. Dann voran und auch die Höhe wo der Dummy den Zaum überquert hat in die Suche. Dash hat den Geländeübergang zunächst nicht angenommen. Also Stopp-Pfiff und rüber geschickt. Das hat super geklappt.
Und damit waren wir fertig.
Fazit: Dash hat super gearbeitet, wiklich toll. Aber Genie und Wahnsinn liegen eng beieinander. Durch unsere Trainingsfehler, die wir am Anfang gemacht haben (sie durfte immer bei Schuss arbeiten - man hat einfach so selten die Gelegenheit) haben wir das nach vorne rutschen Thema bei Schuss. Und wohl auch das Whining. Tja und auch die Fussarbeit ist immer noch nicht da, wo sie sein sollte (obwohl die schon deutlich besser ist). Da haben wir noch eingies an Arbeit vor uns. Wie gesagt: das Arbeiten an sich klappt hingegen wirklich toll.
Wenn wir morgen keinen Walk-Up und keine Aufgabe mit einem anderen Hund haben wo wir erst als zweites arbeiten müssen, ja dann könnten wir dem WT bestehen. Es wird also eng. Aber wir werden unser Bestes geben um den Namen Beaverlodges Dash alle Ehre zu machen. Drückt uns die Daumen.
Danke an Annette U. und Steff für diesen tollen Tag. Hat uns wieder einmal mächtig Spass gemacht, war subba. Auch die kleine Gruppe war natürlich optimal. Und das wir zum Schluss richtig mit Helfer und Richter arbeiten konnten war ein absoluter Traum.
Zum Abschluss die Bilder des Tages. Wer alle Bilder haben will schreibt einen Kommentar oder meldet sich per eMail. CU on Sunday, Folks.


















































am 29. Juli 2007 um 01:12 Uhr.
Bin über die Internetseite Ihrer Züchterin (ist mir von einer Freundin empfohlen worden) auf Ihre Seite gekommen….
Habe keine Info´s darüber gefunden, ob sie züchten ?!?!
Über eine Antwort würde ich mich freuen,
Vielen Dank
MfG, Bucca
am 30. Juli 2007 um 13:01 Uhr.
Hallo Frau Bucca,
wir züchten nicht. Und planen das auch nicht. Aber wir fühlen uns ob der Nachfrage sehr geschmeichtelt ;-). Danke schön.
Wir lieben unsere Dash über alles, aber zu züchten ist sehr aufwändig wenn man es “richtig” machen will.
Für uns käme nur eine VDH/FCI zugelassene und damit dem DRC oder LCD untergeordnete Zucht in Frage. Hier gibt es - völlig zu recht - strenge Vorschriften um eine Zuchtzulassung zu erhalten. Von der Kennelanmeldung, über div. Gutachten. Auch ist es aufwändig den richtigen Zuchtpartner zu finden, wenn man die Rasse und den Dash´s will-to-please und Arbeitswillen erhalten will.
Unser Zuchtinteresse käme ausschliesslich aus dem Ansinnen, Nachfahren unseres Herzenshund zu haben. Dafür ist uns der Aufwand zu hoch und die Verantwortung für die Nachzucht zu gross. Und das soll wahrscheinlich auch so sein, um eine kontrollierte Zucht behalten zu können.
Also leider, nein. Auch wenn wir das mit einem weinenden Auge sehen. Und an bestimmten Tagen sind es auch zwei.