Training in Workingtest-Atmosphäre

Hi Folks,
gestern konnten wir an einem Training unserer BZG in Bad Beversen teilnehmen, dass in Workingtest-Atmosphäre durchgeführt wurde.

Ziel war es, den Gespannen einen Eindruck der Atmosphäre bei Workingstests zu geben.
“Gerichtet” wurde auch, dass heisst Charlotte hat Punkte vergeben. Das ganze nach FCI-Richtlinien, ergo: kein Berühren des Hundes während der Arbeit.

Es fanden sich insgesamt 6 Gespanne ein, die durch die nette Organisation durch Ellen Küssner und Charlotte Kiepker sich an den folgenden 5 Aufgaben messen durften.

Aufgabe 1: Doppel (Memory-) Mark
Das Gespann steht am Ausgangspunkt. In gerader Linie fällt eine Markierung sichtig in ca. 40m Entfernung. Fallstelle ebenfalls sichtig.
Das Gespann dreht sich um 180° und geht frei Fuss ca. 15m.
Es fällt eine weitere Markierung, wobei weder Werfer noch Fallstelle sichtig sind. Auch die Flugbahn ist nur kurz zu sehen. Entfernung ca. 30m.

Wieder 180° Wendung und Frei-Fuss zum Ausgangspunkt. Dann Apport auf das erste Mark.
Ausnehmen und Frei-Fuss zum zweiten Ausgangspunkt. Dann apportieren des zweiten (Memory-) Marks.

Wir hatten echte Probleme mit unser Fussarbeit. Ich muss mir das mal merken, damit wir das so mal verbessern. Schliesslich wollen wir ja auf einem WT starten, dieses Jahr. Das erste Mark war völlig unproblematisch.

Das zweite war allerdings schwierig. Weil Dash das Mark nicht gesehen hatte, war es für uns faktisch ein Einweisen auf ein Blind, das noch dazu nicht in geader Line lag. Ich schickte Sie voran und dann auf der Höhe des Marks in die grosse Suche. Leider hat Dash keinen Wind bekommen, so dass sie Ihren Suchradius immer erweiterte. Ich musste Sie dann wieder in das Suchengebiet schicken. So ca. 3 Minuten hat sie wohl gesucht.

Super war, dass Dash sich hat einweisen lassen und ausdauernt gesucht hat.
Allerdings hätte ich Sie besser auf der Höhe des Dummy abgestoppt und dann rechts (da lag das Mark) in die kleine Suche geschickt. Klarer Handlingfehler.

Bewertung:
Wie die folgenden Aufgaben auch, wurde die Aufgabe in der Bewertung geteilt. Das erste Mark und die Fussarbeit zum einen, das zweite Mark zum anderen.

Wir erhielten 6 + 5 Punkte. 6, weil die Fussarbeit mässig war, 5 weil Dash relativ lange gesucht hat.

Aufgabe 2: Mark und Einweisen auf ein Blind
Frei-Fuss ca. 20m geradeaus. Während des Frei-Fuss laufens versuchte der “Richter” den Hundeführer in ein Gespräch zu verwickelt. (Tipp von Charlotte: wenn das ein Richter macht, ignorieren!).
Es fiel ein Mark auf 1 Uhr, Entfernung ca. 40m, Werfer und Fallstelle nicht sichtig. Das wurde direkt gearbeitet.

Drehung auf 11 Uhr. In gerader Line lag in ca. 40 m. Entferung ein Blind.

Bewertung: 8 + 6 Punkte.

Das erste Mark war unproblematisch, auch die Fussarbeit war besser, da ich das vorher mit Dash noch einmal kurz geübt habe (sie kann ja, wenn sie will).

Das Blind war schwer. Ich habe leider nicht genau nachgefragt, wo das Blind liegt, so dass ich Dash rechts vorbei und zu tief geschickt habe. Also musste ich Sie ein paar mal handeln.

Aufgabe 3: Doppelmark (Wasser/Land)
Gespann steht auf einer kleinen Anhöhe. In ca. 20m Entfernung auf 12 Uhr ist ein Teich.
Auf 3 Uhr fällt Mark 1. Werfer nicht sichtig, Fallstelle sichtig. Entfernung ca. 30m.
Auf 1 Uhr fällt Mark 2 ca. 20m tief in den See.

Zuerst soll das Mark 1 geholt werden, dann Mark 2.

Bewertung: 9 + 6 Punkte

Mark 1 war unproblematisch. Dash ist nur ca. 3m zu tief gelaufen hat aber dann sofort Wind bekommen, sich gedreht und hat das Mark sauber nach Hause gebracht.

Mark 2 war auch gut. Als kleine Gemeinheit waren bei der Einstiegsstelle Plastikenten als Ablenkung postiert. Einige haben wohl versucht die Enten zu apportieren ;-). Der Ausstieg war allerdings steil. Nach dem Ausstieg hat sich Dash dann auf halber Strecke zu mir geschüttelt und leider das Dummy verloren, da sie es schlecht am Wurfband trug. Wir werden also zunächst nur Dummys in´s Wasser werfen, die kein Wurfband haben.
Alles in allem aber: bekannte Baustelle, sind wir dran, kein Problem.

Aufgabe 4: “Treiben”
Das Gespann geht in gerader Line auf einem Weg ca. 30m Frei-Fuss. Links auf 9 Uhr liegt der Teich in ca. 20m Entfernung, rechts auf 3 Uhr grenzt direkt ein Waldrand.

2m vor dem Gespann gehen 2 Helfer. Nach ca. 20m. macht der rechte Helfer aus einem Entenlocker ein Geräusch. Hier steht nach ca. 3m in den Walf eine grosse Tanne zur Orientierung. Weiter Frei-Fuss. Nach weiteren 10m fällt ein Mark in den See ca. 20m tief.
Zuerst soll der Hund das Wasser-Mark holen (wieder mit den Enten als Verleitung). Dann dreht sich das Gespann und der Hund soll zur Tanne in die kleine Suche geschickt werden.

Beides hat geklappt. Fussarbeit war so la la, aber nicht schlecht. Ein- und Ausstieg ins´Wasser gut gemeistert, Wassermark auf dem Rückweg leider fallen gelassen und am Wurfband getragen. Kleine Suche war prima.

Hier war´s schon rechte spät, so dass es keine Punkte mehr gab.
Ich hätte uns 8+10 gegeben ;-).

Aufgabe 5 Walk-Up
Die Gespanne machen einen Walk-Up. Der linke Hund apportiert. Nach dem Apport rücken die Gespanne eine Position auf, der Hund der gearbeitet hat, rückt an´s Ende. Marks fallen abwechselnd vor und hinter der Linie.
Jeder Hund arbeitet 2 mal, so dass er einmal vor und einmal hinter der Linie arbeitet, wobei zunächst jeder Hund 1 Mark arbeitet und dann das ganze wieder von vorn startet.

Charlotte hat uns hier die Wahl gelassen, ob wie den Hund an der Leine führen oder nicht. Ich war der Einzige, der sich für die Leine entschieden hat (wie gesagt, Fussabeit), allerdings habe ich die Leine abgenommen, wenn wir dran waren und bin hier dann Frei-Fuss gelaufen.

Bei allen Marks war die Fallstelle nicht sichtig (Wiese mit ca. 20cm hohen Bewuchs).

Der Walkup lässt das Adrenalin bei Dash richtig hochfahren. Die Aufgabe findet sie mega-spannend. Leider hat sie bei Ihren ersten Apport einen kleinen Startlaut von sich gegeben. Da mache ich mir keine allzu grossen Gedanken - das war erst unser zweiter Walk-up. Wenn sie hier etwas mehr Erfahrung hat, wird sich das legen, da bin ich sicher.

Die Fallstellen haben alle Hunde nicht 1a markiert (war wohl für alle recht spannend die Aufgabe), auch Dash nicht. Allerdings war sie immer recht nah bei, hat sich Wind geholt und ist dann recht schnell zur Fallstelle gekommen und direkt nach Hause.

Alles in allem: hat viel Spass gemacht, tolle Sache. Glück gehabt mit dem Wetter, was will man mehr.
Vielen, vielen Dank an Ellen und Charlotte, dass sie so viel Mühe in die Aufgaben und die Orga gesteckt haben.
Ein ganz herzliches Danke schön, dass Ihr eure Freizeit opfert und so was tolles auf die Beine stellt.

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